Tylose® zur Extrusion von Wabenkörpern

Tylose ist ein unverzichtbares Additiv zur Plastifizierung keramischer Massen, wie sie zur Extrusion von z.B. Wabenkörpern in der Automobilindustrie sowie der chemischen Industrie Verwendung finden. Ein typisches Beispiel für den Einsatz extrudierter Wabenkörper sind Partikelfilter und Katalysatorträger, die zur Reinigung von Abgasen aus Verbrennungsmotoren oder Industrieanlagen eingesetzt werden. Tylose zeichnet sich bei der Aufbereitung keramischer Massen durch einen schnellen Quell- und Lösevorgang aus und zeigt dabei ein hoch effizientes Plastifizier- und Verdickungsverhalten. Die einzigartige Kombination aus hoher thermischer Stabilität, fester Massekonsistenz und niedrigem Fasergehalt ermöglicht hoch produktive Extrusionsprozesse auch von sehr filigranen Strukturen. Zusätzlich gewährleistet Tylose während des Trocknungsprozesses durch ihre hohe Bindekraft und thermische Gelierung ein Höchstmaß an Stabilität zur Vermeidung von Trocknungsrissen und anderen Defekten.

Tylose-Typen
Anwendungseigenschaft  
Datenblatt
CER 406001
Verdickungswirkung : moderat
CER 409001
Verdickungswirkung : sehr gut
E 407003
Verdickungswirkung : gut
E 510024
Verdickungswirkung : gut
E 514016
Verdickungswirkung : gut

Keramische Anwendungen

Keramische Anwendungen

Tylose wird in vielen Anwendungen der keramischen Industrie eingesetzt. In keramischen und pulvermetallurgischen Extrusionsversätzen übernimmt Tylose die Funktion als Plastifizier- und Bindemittel zur Einstellung von Massekonsistenz und Wasserrückhaltevermögen.

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Nomenklatur

M
H
O
A
X



B
F
S
T
Ethertyp
Methyl
Hydroxyethyl
Hydroxypropyl
Allyl
hydrophobe
Modifizierung

Veretherungs-
grad
spezielle, vom
jeweiligen Ethertyp
abhängige, höhere
Verehterungs-
grade

60000
30000
15000
10000
6000
4000
2000
1000
300
200
.
.
.
01
02
03
04
.
.
.
Viskositätsstufe
basierend auf
Höppler:
2%ige Lösung der
Handelsware mit
5% Feuchtigkeit,
20ºC, 20ºdH











konsistenz-
erhöhende
Modifizierung
mindestens eine
der beiden letzten
Ziffern ist grös-
ser 0

Y
K
N




G4
G6
G8

P2
P3
P4
P6
Konfektionierung
anquellverzögert
lösungssicheres Granulat
nicht anquellverzögert


Grad der Kornfeinheit
Granulattyp:
Granulat (< 500 μm)
Granulat (< 400 μm)
Granulat (< 300 μm)
Pulvertyp:
Pulver (< 180 μm)
Feinpulver (< 125 μm)
Feinpulver (< 125 μm)
Feinstpulver (< 100 μm)
* Tylose MH- und MO-Typen werden nicht explizit mit ”N” gekennzeichnet, obwohl diese Produkte "nicht anquellverzögert" sind.
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