Silikatfarben

Silikatfarben basieren auf Wasserglas als Bindemittel. Nach der Applikation setzt die Verkieselung ein und es entsteht ein nicht geschlossener Farbfilm auf dem Substrat. Hierdurch ergibt sich eine hohe Wasserdampfdiffusion der Farbe. Silikatfarben werden häufig für Restaurationsarbeiten und bei der Beschichtung alter Bausubstanz verwendet. Reine Silikatfarben zeigen meist ein starkes Wasseraufnahmeverhalten, das durch Zusatz von Hydrophobierungsmitteln gesteuert werden kann.

 

Durch den Einsatz von Tylose® wird den meist stark alkalischen Farben eine verarbeitungsgerechte Konsistenz gegeben.

 

In Silikatfarben werden Tylose® H- und HS-Typen mittlerer Viskositätsstufe empfohlen.  

Tylose-Typen
Anwendungseigenschaft  
Datenblatt
H 15000 YP2
Verdickungswirkung : mittel
H 30000 YP2
Verdickungswirkung : hoch
H 6000 YP2
Verdickungswirkung : mittel

Anstrichstoffe

Farben

Tylose® ist aufgrund ihrer vielfältigen Eigenschaften ein wichtiger Bestandteil wässriger Anstrichfarben. Die wesentlichen Eigenschaften von Tylose® zur Optimierung von Anstrichstoffen sind die Einstellung der Verarbeitungskonsistenz, das Wasserrückhaltevermögen, die Bindemitteleigenschaften und die schutzkolloidische Wirkung.

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Nomenklatur

M
H
O
A
X



B
F
S
T
Ethertyp
Methyl
Hydroxyethyl
Hydroxypropyl
Allyl
hydrophobe
Modifizierung

Veretherungs-
grad
spezielle, vom
jeweiligen Ethertyp
abhängige, höhere
Verehterungs-
grade

60000
30000
15000
10000
6000
4000
2000
1000
300
200
.
.
.
01
02
03
04
.
.
.
Viskositätsstufe
basierend auf
Höppler:
2%ige Lösung der
Handelsware mit
5% Feuchtigkeit,
20ºC, 20ºdH











konsistenz-
erhöhende
Modifizierung
mindestens eine
der beiden letzten
Ziffern ist grös-
ser 0

Y
K
N




G4
G6
G8

P2
P3
P4
P6
Konfektionierung
anquellverzögert
lösungssicheres Granulat
nicht anquellverzögert


Grad der Kornfeinheit
Granulattyp:
Granulat (< 500 μm)
Granulat (< 400 μm)
Granulat (< 300 μm)
Pulvertyp:
Pulver (< 180 μm)
Feinpulver (< 125 μm)
Feinpulver (< 125 μm)
Feinstpulver (< 100 μm)
* Tylose MH- und MO-Typen werden nicht explizit mit ”N” gekennzeichnet, obwohl diese Produkte "nicht anquellverzögert" sind.
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